Radball-WM in Ludwigsburg: Gute Noten nach nur fünf Wochen Vorbereitung
Eigentlich hätten Radball und Kunstrad ihre Weltmeister Mitte Oktober im britischen Derby ermitteln sollen. Etwa einen Monat vorher wurde das Turnier dort aus organisatorischen Gründen gestrichen, und German Cycling sprang ein. Vom 30. Oktober bis 1. November 2026 war die MHPArena in Ludwigsburg Schauplatz, wie rad-net.de berichtet, nach gerade einmal fünf Wochen Vorlauf.
Bei den Frauen bleibt das Radball-Gold in Deutschland: Danielle Holzer und Judith Wolf sind zum dritten Mal hintereinander Weltmeisterinnen. Die Männerkonkurrenz entschied Österreich für sich. Im Endspiel unterlagen ihm Michael Birkner und Robert Mlady aus Deutschland.
Wegen der knappen Zeit blieben auf den Rängen Plätze frei, die Zuschauer sorgten trotzdem für eine großartige Atmosphäre. Katharina Schwarz, bei German Cycling Vize-Präsidentin für den Hallenradsport, lobte den reibungslosen Ablauf und urteilte: „Die WM bekommt die Bestnote.“ Organisator Jens Zimmermann sprach von einer „WM der Kompromisse“, der man die kurze Vorlaufzeit nicht anmerken sollte.
Zufrieden äußerte sich auch Mario Kreh von Ludwigsburg Tourismus: Ein solches Angebot nehme man einfach an. 2027 zieht die Hallenradsport-WM nach Frankreich weiter, eingebettet in eine Super-WM, die beinahe alle Radsportdisziplinen gleichzeitig an einem Ort zusammenführt.